DREIPHASEN-WECHSELSTROM

Der Dreiphasen-Wechselstrom besteht aus vier elektrischen Leitern, von denen 3 Phasenleiter und 1 Schutzleiter sind. Jede der drei Phasen kann separat geschaltet werden, wodurch sich die Beleuchtung einfach verändern lässt. So kann ein funktionales System geschaffen werden, das sowohl für Akzentbeleuchtung als auch für die Beleuchtung von Werbetafeln und Dekorationsmaterialien geeignet ist.

SPOT

Ein Spot gehört zur gerichteten Beleuchtung und eignet sich hervorragend als Zusatz- und Akzentbeleuchtung. Sein Einsatzbereich ist sehr vielseitig: Er kann zur Beleuchtung einzelner Bereiche eines Raumes oder von Verkaufsflächen sowie zur gezielten Hervorhebung bestimmter Gegenstände und Produkte eingesetzt werden. Der Abstrahlwinkel des Spots (der Winkel, den der Spot ausleuchtet) hängt von der Größe des Objekts und vom Abstand der Lichtquelle ab.

FLUTER / SCHEINWERFER

Die verschiedenen Arten von Flutern haben gemeinsam, dass sie große Flächen ausleuchten können. Daher eignen sie sich hervorragend für die Allgemeinbeleuchtung von Räumen sowie größeren Flächen und Objekten.

BELEUCHTUNGSSTÄRKE / LUX (lx) = lm/m²

Die Beleuchtungsstärke, also der auf eine bestimmte Fläche auftreffende Lichtstrom (lx = lm/m²), wird in Lux (lx) gemessen. Ein Lux entspricht einem Lichtstrom von einem Lumen pro Quadratmeter. Die Beleuchtungsstärke kann nicht in Lichtstärke gemessen werden, da die Beleuchtung abhängig vom Reflexionsgrad der beleuchteten Fläche unterschiedlich wahrgenommen wird. Dies ist der Grund dafür, dass dunkle/helle Wände, Möbel oder Gegenstände unterschiedlich beleuchtet werden müssen.

FARBWIEDERGABEINDEX (CRI)

Der Farbwiedergabeindex beschreibt die Wirkung des Lichts einer Lampe auf farbige Gegenstände. Je höher dieser Wert ist, desto besser ist dies aus Sicht des Nutzers, da die ursprünglichen Farben im von der Lampe erzeugten Licht naturgetreuer erscheinen. Natürliches Licht (Tageslicht) hat einen Farbwiedergabeindex von 100 Ra, daher ist 100 Ra der bestmögliche erreichbare Wert. Farbwiedergabewerte verschiedener Lampentypen in Abhängigkeit von der Lichtfarbe:
Halogenlampen: 95–100 Ra
Energiesparlampen: 80–90 Ra
Leuchtstofflampen: 80–90 Ra
LED-Lampen: 70–92 Ra

In geschlossenen Innenräumen, z. B. in Büros, darf der Ra-Wert nicht unter 80 liegen.

Beispiel:
Der Wert 830 kennzeichnet die Kombination aus Ra-Wert und Lichtfarbe.
Die erste Ziffer 8(0) bedeutet Ra > 80. Die 2. und 3. Ziffer 30(00) geben die Lichtfarbe an, die im oben genannten Beispiel 3000 K beträgt.

Klassifizierung:

Klasse 1A
Lampen und Leuchten mit einem Ra/CRI-Wert von 90 oder höher werden der Klasse 1A zugeordnet. Diese Produkte verfügen über einen ausgezeichneten Farbwiedergabeindex, der dem Tageslicht nahekommt. Diese Lichtquellen können auch in Bereichen eingesetzt werden, in denen die Farbwiedergabe besonders wichtig ist. Z. B. Verkaufsflächen, Arbeitsplätze oder für Designer und Grafiker.

Klasse 1B
Hierzu zählen Lampen mit einem Ra/CRI-Wert zwischen 80 und 89. Diese Lampen verfügen über einen guten Farbwiedergabeindex. Sie eignen sich für den Einsatz in Wohnräumen und Büros.

Klasse 2A
Lampen und Leuchten mit einem Ra/CRI-Wert zwischen 70 und 79 werden der Klasse 2A zugeordnet. Ihre Farbwiedergabe ist mittelmäßig oder gut. Sie können in Bereichen eingesetzt werden, in denen die Farbwiedergabe von untergeordneter Bedeutung ist. Z. B. in Lagern oder Büros.

Klasse 2B/3/4
Lampen und Leuchten mit einem Ra/CRI-Wert unter 70 werden der Klasse 2B/3/4 zugeordnet. Ihre Farbwiedergabe ist ungenau, daher eignen sie sich nicht für Orte, an denen man sich längere Zeit aufhält. Ihr Einsatz wird nur dort empfohlen, wo Beleuchtung erforderlich ist, eine gute Farbwiedergabe jedoch nicht benötigt wird.

 

LEUCHTDICHTE

Bei der Bestimmung der Leuchtdichte wird die Lichtstärke eines Flächenelements einer leuchtenden oder beleuchteten Fläche durch die Größe dieses Flächenelements geteilt. Maßeinheit: Candela pro Quadratmeter.

Leuchtdichte = Candela / Fläche (cd / m²)

WIRKUNGSGRAD (LOR = LIGHT OUTPUT RATIO)

Das Verhältnis zwischen dem von der Leuchte abgegebenen Lichtstrom und dem „Nennlichtstrom“ der in der Leuchte eingesetzten Lichtquellen. Der Wirkungsgrad wird durch die leuchtende Fläche der Lampe sowie durch die thermischen Bedingungen beeinflusst. Der gemessene anfängliche Lichtstrom (lm) ist durch die gemessene anfängliche Eingangsleistung (W) derselben Leuchte zu teilen. Die Effizienz der Beleuchtung wird in Lumen pro Watt (lm/W) angegeben und kann auch zur Messung der Energieeffizienz verwendet werden.

LICHTAUSBEUTE = LAMPENWIRKUNGSGRAD (lm/W)

Die Lichtausbeute ist ein Maß für die wirtschaftliche Effizienz einer Lichtquelle. Berechnung: Der von der Leuchte erzeugte Lichtstrom (Lumen – lm) wird durch den Energieverbrauch (Watt – W) geteilt. Je höher das Verhältnis Lumen/Watt ist, desto effizienter wandelt die Lampe Energie in Licht um.

 

FARBTEMPERATUR / KELVIN (K)

Menschen erleben ihre Umgebung auch über Farben. Die Lichtfarbe ergibt sich aus der spektralen Zusammensetzung des Lichts, unabhängig davon, ob es direkt von einer Lichtquelle oder durch die Reflexion eines Körpers stammt.

Als Referenzwerte für die Farbtemperatur dienen die Flamme einer Kerze (1500 K) und der blaue Himmel (>10.000 K).
Je höher der Wert der Farbtemperatur (Kelvin – K), desto weißer wird die Lichtfarbe. Je niedriger dieser Wert ist, desto wärmer und gemütlicher wirkt die Lichtfarbe.

Einteilung der Farbtemperaturen:

Warmweiß (WW): <3.000 K. Diese Farbtemperatur ist angenehm für die Augen. Sie sollte an Orten eingesetzt werden, an denen Komfort besonders wichtig ist, z. B. in Wohnzimmern, Restaurants oder Bars.

Neutralweiß (NW): 3.300–5.300 K. Neben Weiß sind keine zusätzlichen Farbtöne vorhanden, sodass mit dieser Beleuchtung eine farbgetreue Farbwiedergabe erreicht werden kann. Deshalb eignet sie sich hervorragend zur Beleuchtung nahezu aller Räume. Eine ideale Wahl für Arbeitsräume und Büros.

Kaltweiß (CW): >5.300 K. Neben Weiß ist ein leichter bläulicher Farbton vorhanden, wodurch ein eleganter, eisiger Effekt entsteht. Dadurch zeichnet sich diese Beleuchtung durch eine stärkere Helligkeit und klarere Ausleuchtung aus. Sie eignet sich hervorragend für öffentliche Bereiche, Büros, Arbeitsplätze und Krankenhäuser.

Unter der Farbtemperatur findet man häufig eine zusätzliche Zahl, z. B. 830. Was bedeutet diese?
Wie unten dargestellt, handelt es sich um eine Kombination aus Farbwiedergabeindex und Farbtemperatur.

Die Angabe 830 bedeutet daher:
1. Ziffer: 8 (0) = Ra > 80
2. und 3. Ziffer: 30 (00) = Farbtemperatur 3000 K

LICHTSTÄRKE / CANDELA (cd)

Die Lichtstärke wird in Candela (cd) gemessen und bezeichnet die von einer Lichtquelle in eine bestimmte Richtung abgegebene Lichtstärke.

 

LICHTVERTEILUNGSKURVE

Die räumliche Verteilung der Lichtstärke einer Lichtquelle ergibt eine dreidimensionale Darstellung. Aus einem Schnitt durch diese Darstellung entsteht die Lichtverteilungskurve. Die Lichtintensität wird in der Regel in einem Polarkoordinatensystem in Abhängigkeit vom Abstrahlwinkel angegeben. Je nach Form und Symmetrieeigenschaften der Lichtstärkeverteilung einer Leuchte wird zwischen tiefer, breiter, symmetrischer und asymmetrischer Lichtverteilung unterschieden.

LICHTSTROM / LUMEN (lm)

Der Lichtstrom wird in Lumen (lm) gemessen. Der Lichtstrom beschreibt die gesamte „Menge“ des von der Lichtquelle abgegebenen sichtbaren Lichts. Definitionsgemäß ist der Lichtstrom eine leistungsartige Größe, daher müsste seine Maßeinheit Watt sein. Der Sinn der Einführung des Lumens besteht darin, dass sich der Lichtstrom auf den Bereich des sichtbaren Lichts bezieht, im Gegensatz zur Strahlungsleistung, die sich auf das gesamte elektromagnetische Spektrum bezieht.

IP-SCHUTZART

Die Schutzart einer Leuchte gibt an, wie gut sie gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser geschützt ist. Sie wird durch das IP-Kennzeichnungssystem angegeben, das bei vielen verschiedenen elektrischen Geräten verwendet wird. Auf die IP-Kennzeichnung folgen zwei Ziffern: Die erste bezieht sich auf den Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern, z. B. Staub, die zweite auf den Schutz gegen Feuchtigkeit, z. B. Wasser.

Erste Ziffer: Schutz gegen Berührung und Fremdkörper
0: Kein Schutz
1: Schutz gegen feste Fremdkörper ≥ 50 mm
2: Schutz gegen feste Fremdkörper ≥ 12,5 mm
3: Schutz gegen feste Fremdkörper ≥ 2,5 mm
4: Schutz gegen feste Fremdkörper ≥ 1 mm
5: Staubgeschützt
6: Staubdicht

Zweite Ziffer: Schutz gegen Feuchtigkeit
0: Kein Schutz
1: Schutz gegen senkrecht fallendes Tropfwasser
2: Schutz gegen Tropfwasser bei einer Neigung bis maximal 15°
3: Schutz gegen Sprühwasser bis maximal 60°
4: Schutz gegen Spritzwasser
5: Schutz gegen Wasserstrahlen
6: Schutz gegen starke Wasserstrahlen
7: Geschützt gegen die zweite Untertauchung
8: Geschützt gegen dauerhaftes Untertauchen
9: Schutz gegen Hochdruck-Wasserstrahlen

Zusätzliche Kennzeichnungen:
A: Gefährliche Teile sind mit der Hand nicht erreichbar.
B: Gefährliche Teile sind mit dem Finger nicht erreichbar.
C: Gefährliche Teile sind mit einem Werkzeug nicht erreichbar.
D: Gefährliche Teile sind mit einem Draht nicht erreichbar.
F: Gegen Öl geschützt.
H: Hochspannungsgerät (>1 kV).
M: Wasserprüfung während der Bewegung.
S: Wasserprüfung im Stillstand.
W: Unter bestimmten Witterungsbedingungen einsetzbar.
K: Druckbeständig, d. h. mit einem Hochdruck-/Dampfreiniger reinigbar (nur bei IP69).

Allgemeine Kombinationen / Beispiele:
IP20 Mindestanforderung für Innenbeleuchtung
IP44 gegen Wassertropfen geschützt, z. B. Hausnummernbeleuchtung
IP54 z. B. Leuchte (Außenbereich)
IP65 z. B. feuchtigkeitsbeständige Diffusorleuchte, Einbauleuchten in Badezimmern

SCHUTZKLASSE

Die Schutzklasse beschreibt die Maßnahmen, die bei der Konstruktion der Leuchte getroffen wurden, um einen elektrischen Schlag zu verhindern. Die Bau- und Funktionsweise bestimmt die Schutzklasse. Eine Störung oder ein Kurzschluss kann insbesondere bei Produkten mit Metallgehäuse zu einer lebensgefährlichen Situation führen. Nach DIN VDE 0711 werden drei Schutzklassen unterschieden, die den Umfang der Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag beschreiben:

Schutzklasse I:
Alle elektrisch leitfähigen Gehäuseteile der Lampe oder des Geräts sind fest mit dem Schutzleitersystem verbunden. Der Schutzleiteranschluss des Gehäuses ist so dimensioniert, dass am Gehäuse keine dauerhaft gefährliche Berührungsspannung auftreten kann und dass die Sicherung oder ein Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) auslöst und den Stromkreis abschaltet.

Schutzklasse II:
Leuchten oder Geräte der Schutzklasse II müssen über eine doppelte oder verstärkte Isolierung verfügen. Wenn die Geräte eine elektrisch leitfähige Oberfläche oder berührbare Teile besitzen, werden diese durch doppelte oder verstärkte Isolierung von aktiven Teilen getrennt. Die meisten dieser Geräte sind nicht mit dem Schutzleiter verbunden.

Schutzklasse III:
Leuchten oder Geräte der Schutzklasse III verwenden eine Schutzkleinspannung (SELV – ungeerdete Schutzkleinspannung) oder eine funktionale Kleinspannung mit elektrisch sicherer Trennung (PELV – geerdete Schutzkleinspannung) und dürfen daher nur an geeignete SELV- oder PELV-Stromquellen (<42 Volt) angeschlossen werden. Dazu gehören Sicherheitstransformatoren oder Batterien. Leuchten oder Geräte mit PELV verfügen zwischen dem Netzanschluss und leitfähigen Teilen über eine doppelte oder verstärkte Isolierung.

UGR-INDEX

UGR ist die Abkürzung für den englischen Begriff ‚Unified Glare Rating‘. Der UGR-Wert ist eine dimensionslose Zahl, die das Ausmaß der Blendempfindung durch Innenbeleuchtung angibt. Die UGR-Werte sind schrittweise im Bereich von 10 bis 30 zu bestimmen. Die gemäß DIN EN 12464-1 festgelegten Stufen 13, 16, 19, 22, 25 und 28 drücken die statistische Blendempfindung einer Vielzahl von Beobachtern aus. Je niedriger der UGR-Wert ist, desto weniger Beobachter empfinden eine unangenehme, blendende Wirkung. Für verschiedene Tätigkeiten gelten unterschiedliche Anforderungen an die Blendung:
Technisches Zeichnen: UGR ≤ 16
Lesen, Schreiben, Klassenräume, Bildschirmarbeit, Kontrollarbeiten: UGR ≤ 19
Industrie- und Handwerksarbeiten, Empfang: UGR ≤ 22
Arbeit, Treppen: UGR ≤ 25
Flure: UGR ≤ 28